WAX Konscht-Millen Péiteng

D’Millen wei se freier war

Millen mat Mupp Aal Millen no 1922 Camion mat Leit virdrun  Millen-mat-Baam-2

Archives de M. Jos. Waxweiler

Konscht-Millen Peiteng im Centre Wax :

 Neues Leben für die ehemalige Waxweiler-Mühle

 

Den meisten Petingern war und ist sie ein Begriff und zählt zu den Wahrzeichen der Stadt: die ehemalige Waxweiler-Mühle an der rue de l’Eglise.

Die Gründung der Mühle geht auf das Jahr 1749 zurück. Der erste Müller war Nicolas Hosche (Name, der später in „Hirsch“ umgewandelt wurde). Auf die Generation Hirsch folgte dann die Familie Waxweiler, deren Name während zwei Jahrhunderten eng mit der Mühle verwachsen war.

Fünf Generationen der Familie bewirtschafteten die Mühle: Hubert Waxweiler,  gefolgt von Nicolas, Jean (Bürgermeister von Petingen von 1906 bis 1918), die Brüder Joseph und Léon Waxweiler, die als Letzte der Familie die Geschicke der Mühle zusammen leiteten, dies bis zum Tode des letzten Müllers Joseph Waxweiler im Jahre 1981.

Die erste Renaissance der Mühle geht auf das Jahr 1922 zurück, nach einem verheerenden Grossbrand wurde sie von Grund auf wieder neu erbaut. Die traditionsreiche Mühle war aber schliesslich dem Druck der Grossmühlen nicht mehr gewachsen und musste, nach abgeschlossenen Liquidationen, 1983 ihre Tore schliessen.

Während der folgenden Jahre verfiel das Gebäude mehr und mehr, bis es im Jahr 2000 von der Gemeinde Petingen erworben wurde und somit der erste Schritt zur Rettung der alten Waxweiler-Mühle getan war.

Und es gab ein Happy-End, die Mühle stand wohl noch 9 Jahre brach, dann aber begannen umfangreiche Renovierungsarbeiten und im Oktober 2012 konnte das Gebäude seiner neuen Bestimmung übergeben werden, dies dank der Gemeinde Petingen sowie der grosszügigen Unterstützung von Seiten des Kulturministeriums und Sites et Monuments.

Die Konscht-Millen Peiteng asbl, ein unter der Schirmherrschaft der Gemeinde Petingen gegründeter Interessenverein, hat sich zum Ziel gesetzt, der Mühle eine neue Daseinsberechtigung zu verschaffen: im Dachgeschoss bietet ein geräumiger Saal Platz für Konferenzen, Konzerte, Lesungen, Empfänge usw.  In diesem Saal kann dann auch ein Teil der alten Maschinen, die einstmals für den Mühlbetrieb benutzt wurden, noch bestaunt werden.

In den im ersten Stockwerk entstandenen Künstlerateliers bietet die Konscht-Millen Peiteng ein umfangreiches Programm an künstlerischen Kursen und Workshops an.

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